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Forschung und Publikationen

Forschung und wissenschaftliche Zusammenarbeit in Deutschland und im Ausland

Schwerpunkte unserer Forschungsarbeit sind die mittelalterliche und frühneuzeitliche lateinische Literatur und Kultur in ihrer ganzen thematischen und chronologischen Bandbreite (500-1800), die Paläographie und die Geschichte der Schriftlichkeit und Textualität im mittelalterlichen Westen sowie die Bildungsgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit.

Die Mittellateinische Philologie ist ein kleines, aber traditionsgemäß international vernetztes Fach. Auch der Erlanger Lehrstuhl kooperiert intensiv mit mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland, zum Beispiel:

ERASMUS/SOKRATES-Partnerschaften bestehen mit Universitäten in mehreren europäischen Ländern (siehe unsere ERASMUS-Seite). Weitere internationale Kooperationsverträge in der Lehre sind geplant.
Wissenschaftliche Beziehungen unterhalten wir darüber hinaus mit verschiedenen Universitäten wie Hamburg, Paderborn, Paris, Bergamo, Foggia und Salerno.

Forschungsprojekte

  • Von der kultischen Verehrung zur Verehrung ohne Kult: Felix und Regula in Zürich (8.-18. Jahrhundert)

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

    Titel des Gesamtprojektes: FOR 1533: Sakralität und Sakralisierung in Mittelalter und Früher Neuzeit. Interkulturelle Perspektiven in Europa und Asien (seit 2010)
    Laufzeit: 1. Oktober 2010 - 31. August 2017
    Mittelgeber: DFG / Forschergruppe (FOR)
    Im Zentrum des Projektes steht der identitätsstiftende Umgang der städtischen Gemeinschaft Zürichs mit ihren Stadtpatronen, den (angeblichen) spätantiken Märtyrern Felix und Regula, über einen langen Zeitraum (8. bis 18. Jahrhundert). Die beiden Eckpunkte sind zum einen durch eine lateinische Vita des 8. Jahrhunderts, zum anderen durch eine Rede von Johann Caspar Lavater aus dem Jahre 1797 markiert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hob zwar Zwingli das Grab der Heiligen auf und verbot deren Kult, die Verehrung setzte sich jedoch in anderer, nicht mehr liturgischer Form fort – etwa als Erzählung über den Ursprung des christlichen Zürich (im 17. Jahrhundert in Polemik gegen die Jesuiten) oder als Namensgebung. Mit Hilfe eines breiten Spektrums von Texten aller Art, Bildern und Namen soll versucht werden, diese erstaunliche Kontinuität zu untersuchen, um zu verstehen, wie sich die sakrale Identität einer städtischen Gemeinschaft über historische, kulturelle, ja konfessionelle Grenzen hinweg in einem langen Zeitraum gestaltet und welche Rückschlüsse für das Phänomen der Sakralität im Mittelalter und in der Früher Neuzeit möglich sind.

Forschungsbereiche

Publikationen am Lehrstuhl

Arbeitsgemeinschaft Spätantike

Die Spätantike gilt seit mehreren Jahrzehnten als eine eigenständige Epoche und nicht mehr als jene Zeit, die zwei bedeutende Zeitabschnitte – die Antike und das Mittelalter – verbunden hat. Nicht zuletzt dank den Forschungen von Gelehrten wie Manfred Fuhrmann und Peter Brown wurden nicht nur wichtige Grundzüge der spätantiken Welt in politischer, sozialer und kultureller Hinsicht herausgearbeitet, sondern auch die Notwendigkeit des Dialoges unter Fächern betont, um Bestand und Wandlung dieser faszinierende Epoche zu verstehen. Die Arbeitsgemeinschaft umfasst unterschiedliche Kompetenzen und setzt sich zum Ziel, bestehende wissenschaftliche Unternehmen zur Spätantike zu bündeln und zu koordinieren sowie neue Forschungsfelder zu eröffnen.

Im Wintersemester 2018/19 fand das Ringseminar „Lateinische Spätantike: Gestalten der Spätantike“ statt. Weitere Informationen können dem UnivIS entnommen werden.